Kann Kaffee hier schützend wirken?
Hintergrund:
Das Metabolische Syndrom, oft auch als „tödliches Quartett“ bezeichnet, ist eine Kombination aus vier Hauptrisikofaktoren: abdominelle Adipositas (Bauchfett), Bluthochdruck, gestörte Glucosetoleranz (Insulinresistenz) und Fettstoffwechselstörungen.
Diese Volkskrankheit erhöht das Risiko für Typ-2-Diabetes, Herzinfarkt und Schlaganfall erheblich.
Die Ergebnisse zum Zusammenhang zwischen MetS und Kaffeekonsum sind bislang etwas widersprüchlich.
Nun wurde dazu aktuell eine Studie aus Taiwan mit einer Stichprobe von über 27.000 Teilnehmenden durchgeführt.
Ergebnisse:
Insgesamt zeigten die Ergebnisse einen Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und einem geringeren Risiko für MetS.
Es wurden signifikante Zusammenhänge zwischen dem Konsum von schwarzem Kaffee und von Kaffee mit Milch und einem geringen Risiko für MetS festgestellt, während dies bei Kaffee mit Kaffeeweißer nicht der Fall war.
Der tägliche Konsum von ein oder zwei Tassen (237–474 ml) war signifikant mit einer geringen Prävalenz von MetS assoziiert, während der tägliche Konsum von drei oder mehr Tassen dies nicht war.
Darüber hinaus war bei den Teilnehmenden, die täglich Kaffee tranken, ein signifikanter Zusammenhang mit einer geringen Prävalenz von MetS zu beobachten, während dies bei denjenigen, die nur wöchentlich oder monatlich Kaffee tranken, nicht der Fall war.
Schlussfolgerungen:
Der regelmäßige Konsum von schwarzem Kaffee oder Kaffee mit Milch war mit einer geringen Prävalenz von MetS und bestimmten Komponenten des Syndroms verbunden.
P Y Kuo et al., 2026. Associations Between Coffee Consumption and the Prevalence of Metabolic Syndrome: A Nationwide Cross-Sectional Survey of Taiwanese Adults, Nutrients.
https://www.mdpi.com/2072-6643/18/3/463