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Kaffee ist weltweit eines der beliebtesten Getränke. So ist es kaum verwunderlich, dass Kaffee zu den am besten erforschten Lebensmitteln gehört. Jährlich werden einige Hundert neue wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die sich mit den Wirkungen von Kaffee auf die Gesundheit auseinandersetzen. Einige interessante Studien stellen wir Ihnen vor.

  • Schützt Kaffeekonsum vor Mundhöhlenkrebs?

    In einer Metaanalyse untersuchten chinesische Forscher den Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und dem Risiko für Mundhöhlenkrebs.

    Vierzehn Fall-Kontroll- und fünf Kohortenstudien, die bis September 2018 erschienen waren, wurden in die Analyse einbezogen. Darunter befanden sich die Daten von fast 6.500 Patienten mit Mundhöhlenkrebs.

    Die Berechnungen zeigten, dass ein hoher Kaffeekonsum im Vergleich zu einem niedrigen Konsum mit einem reduzierten Risiko für Mundhöhlenkrebs verbunden war (Odds Ratio 0,68). Ein ähnlicher Effekt zeigte sich auch bei mittlerem Kaffeekonsum, allerdings nur in den Fall-Kontroll-Studien.

    Die Odds Ratio, kurz OR, oder das Quotenverhältnis ist eine Messzahl aus der Statistik, die etwas über die Stärke eines Zusammenhangs von zwei Merkmalen aussagt. Ein Wert kleiner als 1 bedeutet, dass das Risiko der ersten Gruppe (hier: der Gruppe mit hohem Kaffeekonsum) kleiner ist als bei der zweiten Gruppe (hier: die Gruppe mit geringem Kaffeekonsum).

    Ein hoher oder mittlerer Kaffeekonsum könnte also Mundhöhlenkrebs vorbeugen, schlussfolgern die Wissenschaftler. Warum das so sein könnte, liege aber noch im Dunkeln und sollte untersucht werden.

    In Deutschland erkranken jährlich etwa 10.000 Menschen neu an Mundhöhlenkrebs, davon sind etwa 7.500 Männer und etwa 2.500 Frauen. Am häufigsten tritt die Erkrankung zwischen 50 und 75 Jahren auf, doch auch jüngere Menschen sind zunehmend betroffen. Alkohol- und Nikotinmissbrauch zählen zu den wichtigsten Risikofaktoren von Mundhöhlenkrebs. Bei chronischem Tabak- oder Alkoholmissbrauch ist ein bis zu 6-fach, bei Kombination beider Risikofaktoren ein bis zu 30-fach erhöhtes Erkrankungsrisiko vorhanden. Je früher Mundhöhlenkrebs erkannt und behandelt wird, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für eine Heilung.

    Quelle:

    Tao Hea, Xiangyu Guoa, Xue Lia, Chunjuan Liaoa and Wei Yina: Association between coffee intake and the risk of oral cavity cancer: a meta-analysis of observational studies; European Journal of Cancer Prevention 2019, DOI: 10.1097/CEJ.0000000000000515

  • Tun Sie Ihrer Leber etwas Gutes – jeden Tag!

    Mit dem Motto „Jeder Tag ist Leber-Tag“ rufen die Ausrichter des Deutschen Lebertages am 20. November 2019 dazu auf, bewusst an jedem Tag auf die Lebergesundheit zu achten. Mit gesunder Ernährung, mehr Bewegung im Alltag, dem Verzicht auf Alkohol und Nikotin und mit Hilfe von Vorsorgeuntersuchungen kann jeder das Risiko für Krankheiten wie Fettleber oder Leberzellkrebs reduzieren.

    Gesunder Genuss: Kaffee

    Doch wussten Sie, dass Sie Ihrer Leber mit einem ganz alltäglichen genüsslichen Ritual Gutes tun können – mit dem Genuss von Kaffee? Studien belegen, dass die durch den Kaffee angestoßenen Stoffwechselvorgänge die Lebergesundheit fördern. So fanden Wissenschaftler heraus, dass der Konsum des beliebten Getränks die Leberwerte verbessert, einen krankhaften Umbau des Lebergewebes (Fibrose) hemmt und das Risiko für Leberkrebs senkt. Die positiven Effekte zeigen sich ab einer Menge von mindestens zwei Tassen Kaffee, wie eine Übersichtsarbeit offenbarte. Kein Wunder also: Während man Patienten mit Lebererkrankungen früher zum Verzicht von Kaffee aufforderte, rät man heute eher das Gegenteil.

    Die Leber erfüllt zahlreiche lebensnotwendige Aufgaben. Sie ist das zentrale Stoffwechselorgan in unserem Körper. Trotzdem genießt die Leber häufig keine große Aufmerksamkeit – anders als Herz oder Lunge, deren Bedeutung sich die meisten Menschen bewusst sind. Dass sollte sich ändern!

    Mehr Informationen zum Deutschen Lebertag, ausgerichtet von der Deutschen Leberstiftung, der Gastro-Liga e. V. und der Deutschen Leberhilfe e. V. unter www.lebertag.org

    Quellen:

    1. Erikka Loftfield et. al. Prospective investigation of serum metabolites, coffee drinking, liver cancer incidence, and liver disease mortality; J Natl Cancer Inst. 2019 Jun 5. pii: djz122. doi: 10.1093/jnci/djz122.
    2. Franco Contaldo, Lidia Santarpia, and Fabrizio Pasanisi: Chronic inflammatory liver diseases and coffee intake; Curr Opin Clin Nutr Metab Care. 2019 Sep;22(5):389-392. doi: 10.1097/MCO.0000000000000586.
    3. Guilherme Ribeiro Romualdo et al: Drinking for protection? Epidemiological and experimental evidence on the beneficial effects of coffee or major coffee compounds against gastrointestinal and liver carcinogenesis; Food Research International 123 (2019) 567-589
  • Kein Einfluss von Kaffee auf das Risiko von Karzinome der Harnwege

    Kaffeeliebhaber müssen Karzinome der Harnwege nicht mehr fürchten als andere Menschen auch. Das bekräftigen zwei Studien, die in diesem Jahr zu dem Thema erschienen sind.

    In älteren Fall-Kontrollstudien wurde ein schwacher Zusammenhang zwischen Kaffeekonsum und Blasenkrebs festgestellt. Wenn erwiesene Risikofaktoren, allen voran das Rauchen, in die Analyse einbezogen wurden, schwächte sich der Zusammenhang aber ab.

    Genau das wollten chinesische Forscher nun noch einmal mit einer im September 2019 erschienen Metaanalyse beleuchten (1). Die Ergebnisse aus 16 prospektiven Studien mit mehr als 2 Millionen Teilnehmern flossen in die Berechnungen ein. Im Beobachtungszeitraum traten 11.848 Fälle von Blasenkrebs auf. Ein Zusammenhang zum Kaffeekonsum zeigte sich nicht , wenn der Einfluss des Risikofaktors Rauchen berücksichtigt wurde.

    In die gleiche Richtung weist eine amerikanische Studie, die den Zusammenhang zwischen Kaffee - und Teetrinken und dem Risiko für Harnwegskrebs unter die Lupe nahm (2). Untersucht wurden finnische Männer mit hohem Kaffeekonsum. Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen dem Genuss des Heißgetränks und dem Risiko für Blasen- oder Nierenzellkarzinom

    Quellen:

    1. Zhi-Wei Dai et al.: Association between coffee consumption and risk of bladder cancer in a metaanalysis of 16 prospective studies; Nutrition & Metabolism 9/2019 16:66 https://doi.org/10.1186/s12986-019-0390-3
    2. Maryam Hashemian et al.: Coffee and tea drinking and risk of cancer of the urinary tract in male smokers; Annals of Epidemiology, Volume 34, 6/2019, 33-39

  • Hörfunkbeitrag zum Tag des Kaffees 2019

    Am 01. Oktober fand der „Tag des Kaffees“ statt. Verbraucher konnten bundesweit bei zahlreichen Aktionen die Vielfalt des Kaffees entdecken und einen Blick hinter die Kulissen der Kaffeewelt werfen.

    Auch in den Medien war das Thema natürlich präsent. Für den Hörfunk hatten wir daher einen Expertenbeitrag vorbereitet. Zu Wort kommt darin Prof. Jürgen Vormann vom IPEV (Institut für Prävention und Ernährung), Wissenschaftlicher Beirat der Sektion Kaffee & Gesundheit im Deutschen Grünen Kreuz e. V.

    Hörfunkbeitrag anhören


    Hätten Sie’s gewusst?

    • Rund 164 Liter Kaffee werden in Deutschland jährlich pro Kopf getrunken. Damit ist Kaffee das meistkonsumierte Getränk, noch vor Heil- und Mineralwasser und Bier.

    • Am häufigsten wird Kaffee zu Hause genossen (73,3 Prozent).

    • Filterkaffee steht dabei weiterhin hoch im Kurs, in 54 Prozent der Haushalte ist eine Filterkaffee-Maschine vertreten.

    • Kaum ein Lebensmittel ist so gut erforscht, wie das beliebte Heißgetränk. Die Forschungsergebnisse konnten mit vielen Vorurteilen aufräumen und darüber hinaus zeigen, dass Kaffee durchaus zu einer gesunden Ernährung beitragen kann.

  • Schlafstörungen: Nicht Kaffee raubt den Schlaf

    Kaffee gilt als der Muntermacher schlechthin. Perfekt für den Start in den Tag, aber schlecht für den Schlaf – könnte man denken. Ganz so einfach ist es nicht.

    Schlafstörungen sind weit verbreitet, schätzungsweise jeder dritte Deutsche leidet daran. Viele Betroffene verzichten darum bereits am Nachmittag vorsorglich auf Kaffee. Doch das ist oftmals gar nicht nötig, wie Forscherinnen der Florida Atlantic University / USA nun herausgefunden haben.

    Sie untersuchten die Auswirkungen nicht nur des Kaffeekonsums auf den Schlaf von fast 800 Probanden, sondern auch, welche Wirkung Alkohol und Nikotin hatten.

    Das Ergebnis ist eine gute Nachricht für Kaffeejunkies: Wenn zwischen dem Zubettgehen und der letzten Tasse Kaffee mindestens vier Stunden lagen, ließ sich kein negativer Effekt auf den nächtlichen Schlummer nachweisen. Als wahre Übeltäter hingegen erwiesen sich Alkohol und Nikotin.

    Wer vor dem Zubettgehen rauchte oder Alkohol trank, lag nachts länger wach. Je zeitnaher zur Bettruhe dies geschah, desto größer war die Wahrscheinlichkeit für nachfolgende Schlafprobleme.

    Allerdings – das ist eine kleine Einschränkung – sind individuelle Unterschiede hinsichtlich Sensibilität für Koffein nicht gemessen worden. Diese Faktoren könnten aber eine wichtige Rolle für den Zusammenhang von Schlaf und Koffein spielen, so die Forscherinnen. Bekanntermaßen liegt die Sensibilität für Koffein in den Genen und ist außerdem abhängig davon, ob der Muntermacher regelmäßig genossen wird.

    Daher der Rat: Wer weiß, dass er in Bezug auf Schlaf sensibel auf Koffein reagiert oder wer nicht gewohnheitsmäßig Kaffee trinkt, sollte seine Erfahrungen beachten, und nicht allzu spät Kaffee trinken. Alle anderen aber können ihren Kaffee auch später noch ohne Sorge um den Schlummer genießen.

    Quelle:

    Christine E Spadola et. al.: Evening intake of alcohol, caffeine, and nicotine: night-to-night associations with sleep duration and continuity among African Americans in the Jackson Heart Sleep Study. Sleep, 2019; DOI: 10.1093/sleep/zsz136

  • Muntermacher macht Beine

    Kaffee bedeutet vor allem Genuss. Doch Sportler profitieren noch in anderer Hinsicht von dem Getränk, wie Dr. med. Wolfgang Grebe, Mitglied unseres wissenschaftlichen Beirats, in einem Hörfunkbeitrag erklärt.

    Das beliebteste Getränk der Bundesbürger überzeugt nicht nur im Geschmack, sondern auch die wachmachende, konzentrationssteigernde und stimmungsaufhellende Eigenschaft des Kaffees wird sehr geschätzt.

    Das nutzen auch Sportler, wie Grebe anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen 2019 erklärte. „Koffein verbessert ein breites Spektrum an Leistungen, wie die Ausdauer und die Muskelkraft. Koffein stimuliert außerdem das zentrale Nervensystem. Dadurch steigern sich Aufmerksamkeit, Wachheit und Konzentration“, so der Sportmediziner.

    Hier können Sie den Beitrag hören.

    Fakten: Kaffee und Sport

    • Sportler schätzen schon seit Langem die leistungssteigernde Wirkung von Kaffee beim Training oder im Wettkampf.
    • Forscher sind sich einig, dass vor allem das im Kaffee enthaltene Koffein für die ergogenen Effekte verantwortlich ist.
    • Die leistungssteigernde Wirkung macht sich besonders im Ausdauersport bemerkbar, was weithin bekannt ist.
    • Neuere Forschungsergebnisse weisen aber darauf hin, dass Koffein auch bei kurzen, intensiven sportlichen Anstrengungen wie Krafttraining oder im Mannschaftssport zu einer Leistungssteigerung führen kann.
    • Laut Studien reichen moderate Dosen (= 3 mg Koffein pro kg Körpergewicht, also etwa 200 bis 300 mg Koffein oder zwei bis drei Tassen Kaffee) aus, um einen leistungssteigernden Effekt zu erzielen.
    • Ob das Koffein in Form eines Kaffeegetränkes oder z. B. als Koffeintablette eingenommen wird, scheint keinen großen Einfluss auf die Stärke der Wirksamkeit zu haben.
    • Sportler, die in moderaten Mengen Kaffee oder Koffein zu sich nehmen, brauchen nicht zu befürchten, dass dem Körper dadurch Wasser entzogen oder die Flüssigkeitsbalance gestört würde.

  • Kaffee oder Tee – Was hilft nach Darm-OP?

    Der Darm tut sich nach einer Operation oft schwer, zur alten Verdauungsroutine zurückzufinden. Das Verdauungsorgan fällt nach dem Eingriff gewissermaßen in „Schockstarre“ und ist wie gelähmt.

    Es kann mehrere Tage dauern, bis er wieder aktiv wird und der Patient wieder zur Toilette gehen kann. Dieser Zustand kann die Genesung verzögern und den Krankenhausaufenthalt verlängern.

    Besonders gefürchtet ist der sogenannte Ileus, der Darmverschluss. Von einem Ileus geht man aus, wenn sich in den vergangenen 24 Stunden keine Darmtätigkeit in Form von Darmwinden oder erfolgreichem Stuhlgang gezeigt hatte.

    Kein Wunder, dass Mediziner immer wieder nach geeigneten Mitteln suchen, dieser Komplikation vorzubeugen. Auch Kaffee rückte in diesem Zusammenhang bereits in das Visier der Forscher. Zu Recht, wie nun eine Studie zeigte.

    Schweizer Mediziner haben bei 115 Patienten, die sich einer Dickdarmoperation unterzogen hatten, den Effekt von Kaffee im Vergleich zu Kräuter- oder Früchtetee auf die Darmtätigkeit nach der OP untersucht. (1)

    56 Patienten tranken nach der Darm-OP bis zur Entlassung aus dem Krankenhaus dreimal täglich 150 ml Kaffee. Die übrigen 59 Patienten sollten statt Kaffee Tee trinken. Primärer Endpunkt der Studie war die Zeit bis zum ersten Stuhlgang.

    Es zeigte sich: Patienten, die täglich Kaffee tranken, hatten im Mittel 65 Stunden nach der Darm-OP wieder Stuhlgang, bei den Teetrinkern war das erst nach 74 Stunden, also etwa neun Stunden später, der Fall.

    Wie genau Kaffee die Darmtätigkeit stimuliert, ist nicht bekannt. Am Koffein scheint es nicht zu liegen, denn entkoffeinierter Kaffee zeigte in einer früheren Studie den gleichen Effekt. (2)

    Eine kleine Notiz am Rande: Die Studienautoren machten in ihrer Veröffentlichung darauf aufmerksam, dass es recht viele Protokollverletzungen während der Studie gab, und zwar überwiegend in der Tee-Gruppe: Die Patienten tranken Kaffee, obwohl sie dazu angehalten waren, während der Studie keinen Kaffee zu trinken. Der Muntermacher wurde wohl besonders geschätzt!

    Quellen:

    1. Hasler-Gehrer, Simone et al.: Does Coffee Intake Reduce Postoperative Ileus After Laparoscopic Elective Colorectal Surgery? Diseases of the Colon & Rectum: April 15, 2019 doi: 10.1097/DCR.0000000000001405

    2. Dulskas, A. et al.: Effect of Coffee on the Length of Postoperative Ileus After Elective Laparoscopic Left-Sided Colectomy: A Randomized, Prospective

  • Effekte des Kaffeekonsums auf den Glukose-Stoffwechsel

    Epidemiologische Studien weisen auf eine inverse Assoziation des Kaffeekonsums mit dem Risiko für Typ-2-Diabetes mellitus hin. Klinische Studien, die mögliche zugrundeliegende Effekte des Kaffeekonsums auf die Biomarker des Glukosestoffwechsels untersuchten, kamen bisher jedoch zu uneinheitlichen Ergebnissen.

    Ziel einer systematischen Übersichtsarbeit brasilianischer Forscher war es daher, die Auswirkungen des Kaffeekonsums auf den Glukosestoffwechsel zu bestimmen.

    Dazu wurden in elektronischen Datenbanken Studien gesucht, welche die Effekte von Kaffeekonsum auf Biomarker des Glukosestoffwechsels (zum Beispiel Blutzuckerwerte, Insulinwert, Insulinresistenz bzw. Insulinsensitivität) zum Thema hatten. Acht Studien mit insgesamt 247 Probanden flossen schließlich in die Analyse ein. Dabei wurden die Daten aus jenen Studien, die nur den kurzfristigen Effekt untersuchten (Messungen bis zu 3 Stunden nach einmaligem Kaffeekonsum) und jenen Studien, die längerfristige Effekte suchten (Messungen bei 2- bis 16-wöchigem täglichem Kaffeekonsum) getrennt ausgewertet.

    Die Ergebnisse zeigen, dass der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee kurzfristig die Area under the curve (AUC) für den Blutzuckerspiegel vergrößern kann, während langfristiger Konsum die AUC verringert und die Insulin-Reaktion erhöht.

    Die Ergebnisse legen somit nahe, dass der Konsum von koffeinhaltigem Kaffee zwar zu ungünstigen akuten Auswirkungen führen könnte, längerfristig jedoch den Glukosestoffwechsel verbessern kann. Entkoffeinierter Kaffee hatte keinen Einfluss auf Parameter des Glukose-Stoffwechsels.

    Area under the curve (AUC)

    Area under the curve, zu Deutsch "Fläche unter der Kurve", ist ein Fachbegriff aus der Pharmakokinetik.

    Er bezeichnet die Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve z. B. eines verabreichten Stoffes (z. B. eines Pharmakons, oder wie hier: Glukose) im Blut. Sie ist die Größe, durch welche die Bioverfügbarkeit eines verabreichten Stoffes ausgedrückt wird.

    Man misst dazu die Konzentration der Substanz in bestimmten Zeitintervallen im Blut nach Verabreichung. Für eine oral verabreichte Substanz hat die aus der Messung resultierende Konzentrations-Zeit-Kurve einen typischen Verlauf, der sich aus der Geschwindigkeit des Übergangs der Substanz in den Blutkreislauf und aus der Kinetik des Ausscheidens zusammensetzt.

    Quelle:

    Caio E.G. Reis, Jose G. Dorea, Teresa H.M. da Costa: Effects of coffee consumption on glucose metabolism: A systematic review of clinical trials; Journal of Traditional and Complementary Medicine 9 (2019) 184e191

  • Aromatischer Lerneffekt: Darum mögen wir es bitter

    Manche Zeitgenossen mögen Getränke mit einer bitteren Geschmacksnote wie Kaffee oder Bier, andere eher süße Limonade und Saft. Warum das so ist, haben Forscher untersucht.

    Eine Studie aus dem vergangenen Jahr zeigte: Ob wir passionierte Kaffeetrinker sind oder nicht, liegt unter anderem an einem Lerneffekt. Hintergrund: Eine Genvariante beeinflusst, wie intensiv wir den bitteren Geschmack des Koffeins wahrnehmen. Man würde erwarten, dass Menschen, die „bitter“ besonders stark wahrnehmen, eher zu süßeren Getränken greifen. Doch das Gegenteil ist der Fall. Wer Koffein als besonders bitter empfindet, trinkt tendenziell mehr Kaffee.

    Für diese Beobachtung haben die Forscher eine interessante Erklärung: Jene, die viel Kaffee trinken, hätten gelernt, dass „bitter“ etwas Gutes bedeute – z. B. wacher zu werden, eine Pause zu machen oder auch den Genuss des aromatischen Getränks insgesamt zu genießen. Es handle sich also um eine Konditionierung.

    Nun hat sich eine neue Studie dem Thema gewidmet, deren Ergebnisse in eine ähnliche Richtung weisen. Wer liebend gerne Kaffee trinkt, weist demnach Genvarianten auf, die mit den psychoaktiven Effekten und der Verstoffwechselung von Koffein in Verbindung stehen. Menschen würden die Gefühle mögen, die Kaffee ihnen beschert, schlussfolgern die Forscherinnen. Das sei mit ein Grund, weshalb sie Kaffee tränken.

    Quellen:

    1. Jue-Sheng Ong et al.: Understanding the role of bitter taste perception in coffee, tea and alcohol consumption through Mendelian randomization; Scientific Reports 8, Article number: 16414 (2018)
    2. Zhong, V.W. et al.: A genome-wide association study of bitter and sweet beverage consumption; Hum Mol Genet. doi: 10.1093/hmg/ddz061 (2019)
  • Neurodegenerative Erkrankungen: Entkoffeinierter Kaffee tut‘ s auch

    Wird Kaffee wissenschaftlich untersucht, so wird der Fokus häufig auf die Wirkungen von Koffein auf den menschlichen Körper gesetzt. Auch wenn es um mögliche positive Effekte des Getränks auf neurodegenerative Erkrankungen geht, steht die Rolle von Koffein im Vordergrund.

    Dabei gibt es eine Vielzahl anderer Inhaltsstoffe, die ebenfalls Beachtung verdienen, wie beispielsweise Polyphenole (hauptsächlich als Säuren, wie Chlorogen-, Kaffee- und Ferulasäure), Chinasäure und Quercetin. Sie finden sich auch in entkoffeiniertem Kaffee.

    Wie wirken sich diese weniger beachteten Kaffeeinhaltsstoffe bzw. entkoffeinierter Kaffee auf neurologische Prozesse und Erkrankungen wie Gedächtnisstörungen, Parkinson, neuropathische Schmerzen und Schlaganfall aus?

    Zwei Forscherinnen der Universität Pavia/Italien gingen dieser Frage nach, sichteten die Literatur zu dem Thema und stellten sie in einem Review vor.

    Für die Wissenschaftlerinnen gibt es Hinweise darauf, dass Chlorogensäuren und Kaffeesäure ebenso positive Effekte auf das Nervensystem zeigen könnten wie Koffein. Auch Ferulasäure könnte das Nervensystem schützen. Sie wirke nicht nur antioxidativ, antiinflammatorisch und neurotroph, sondern schütze auch vor der toxischen Wirkung von Amyloid, so die Expertinnen. Ähnliche Effekte zeige Quercetin.

    Insgesamt zeige die vorhandene Literatur, dass entkoffeinierter Kaffee ebenso effektiv in Bezug auf neurodegenerative Erkrankungen sein könnte wie koffeinhaltiger Kaffee, so das Resümee.

    Quelle:

    Raffaella Colombo & Adele Papetti: An outlook on the role of decaffeinated coffee in neurodegenerative diseases, Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 2019 DOI: 10.1080/10408398.2018.1550384

  • Welchen Kaffee trinkst du?

    Kaffee ist nicht gleich Kaffee. Was genau sich in einer Tasse des beliebten Heißgetränks befindet, hängt von verschiedenen Faktoren ab: von der Bohnensorte, vom Anbaugebiet, der Aufbereitungsart, der Art des Röstens und natürlich von der Art und Weise, wie das Getränk schließlich zubereitet wurde – Experten sprechen von der „Extraktionsmethode“.

    Mit der zunehmenden Beliebtheit des Bohnentranks haben sich in den vergangenen Jahren verschiedenste Zubereitungsarten etabliert. Italienische Forscher haben nun unterschiedlichste Extraktionsmethoden unter chemisch-physikalischen Gesichtspunkten untersucht und dabei immer das gleiche Ausgangsmaterial genutzt.

    Verglichen wurden drei verschiedene Zubereitungsarten von Espresso, Filterkaffee, Mokka, French Press, Cold Brew und Aeropress-Kaffee.

    Es zeigte sich, dass alle drei Espressoarten den höchsten Gehalt an Koffein und Chlorogensäuren enthielt, u. z. drei- bis sechsmal mehr als Mokka und Filterkaffee. Die klassische Espressomethode erwies sich dabei als effektivste Art, das Koffein zu extrahieren.

    Allerdings muss bedacht werden, dass Espresso meist nur in kleinen Mengen getrunken wird, und so erstaunt es nicht, dass die Forscher in einer (großen) Tasse Cold Brew mehr Koffein und Chlorogensäuren fanden, als in einer (kleinen) Tasse Espresso.

    Die Forscher schlussfolgern daraus, dass es nicht möglich sei festzulegen, wie viele Tassen Kaffee jemand täglich zu sich nehmen dürfe, wenn nicht die Zubereitungsart und die Menge des genossenen Getränks mitbedacht würden.

    Quelle:

    Giulia Angelonia et al.: What kind of coffee do you drink? An investigation on effects of eight different extraction methods; Food Research International 116 (2019) 1327–1335

  • Mehr schützende Gewebshormone durch Kaffeekonsum

    Iranische Forscher haben in einem Review die Beziehung zwischen dem Konsum von Kaffee bzw. Grünem Tee und den Adiponektin- und Leptinspiegeln untersucht. Im Ergebnis zeigte sich: Der positive Einfluss von Kaffee auf den Adiponektinspiegel konnte untermauert werden, im Hinblick auf Grünen Tee waren die Ergebnisse widersprüchlich.

    Eine viel geringere Anzahl der für das Review gesichteten Studien widmete sich möglichen Zusammenhängen zwischen den beiden Heißgetränken und dem Einfluss auf den Leptinspiegel, zudem waren die Ergebnisse in Bezug auf Leptin insgesamt kontroverser.

    Die Forscher regen weitere Studien zum Thema an. Denn unter anderem sei es noch nicht klar, welche Kaffeemengen nötig seien, um den Adiponektinspiegel zu erhöhen, und der zugrundeliegende Mechanismus sei bisher noch nicht bekannt.

    Untersuchungen in den vergangenen Jahren haben immer wieder gezeigt, dass sowohl der Konsum von Kaffee als auch der von Grünem Tee mit einem geringeren Risiko für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist. Beide Getränke haben eine positive Auswirkung auf den Spiegel von Adiponektin und Leptin, zwei Gewebshormone, die letztlich schützend im Hinblick auf Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen wirken können.

    HINTERGRUND
    Adiponektin ist ein Adipozytokin, das in den Fettzellen des Körpers produziert wird. Es stimuliert die Fettsäureoxidation und erhöht die Empfindlichkeit der Zielgewebe (Fett- und Lebergewebe, Skelettmuskeln) auf Insulin. Ferner werden gefäßschützende und antiinflammatorische Effekte beschrieben. Eine kurzfristige Erhöhung des Insulinspiegels führt zu einer vermehrten Freisetzung von Adiponectin, chronisch erhöhte Insulinspiegel vermindern den Serumspiegel. In klinischen Studien konnten niedrige Adiponectin-Spiegel mit der Entwicklung eines Typ-2-Diabetes korreliert werden. Hohe Plasma-Adiponektinspiegel sind mit einem niedrigen Diabetes-Risiko verbunden.
    Auch Leptin ist ein Adipozytokin, das in den Fettzellen des Körpers produziert wird. Das Peptidhormon ist an der Steuerung von Hunger- und Sättigungsgefühl beteiligt.

    Quelle:

    Izadi V, Larijani B, Azadbakht L.: Is coffee and green tea consumption related to serum levels of adiponectin and leptin? Int J Prev Med 2018;9:106.

  • Wie stoppt Kaffee Parkinson?

    Studien zeigen immer wieder, dass der regelmäßige Genuss von Kaffee das Risiko senkt, an Parkinson zu erkranken. Über den Grund dafür sind sich die Forscher noch nicht einig.

    Je mehr Kaffee getrunken wird, desto kleiner ist laut Langzeitstudien offenbar das Parkinson-Risiko. Die meisten Forscher, die sich auf die Suche nach der Ursache des schützenden Effektes machten, kamen zu dem Schluss, dass Koffein dabei die Hauptrolle spielt.
    Nun zweifelt ein Team um die amerikanische Neurologin Maria Maral Mouradian dies an. Die Wissenschaftler hatten Nager mit einer parkinsonähnlichen Erkrankung untersucht. Sie konnten zeigen, dass sich die positive Wirkung nur im Zusammenspiel mit dem ebenfalls im Kaffee in geringen Mengen vorhandenen Molekül Eicosanoyl-5-Hydroxytryptamide (EHT) entfaltet. Nur Koffein und EHT zusammen verhinderten das gehäufte Auftreten der Lewy-Körper im Gehirn der Versuchstiere (siehe „Hintergrund“).
    EHT stammt aus der Wachsschicht der Kaffeebohnen. Das Heißgetränk enthält je nach Zubereitungsmethode und Röstverfahren mehr oder weniger EHT.

    HINTERGRUND

    Besonders charakteristisch für die Parkinsonkrankheit ist die pathologische Ansammlung von Aggregaten des alpha-Synuklein-Proteins (?-Synuklein) in Nervenzellen im Gehirn. Diese als Lewy-Körperchen bezeichneten Ablagerungen gehen aus kleineren Vorstufen, den a-Synuklein-Oligomeren, hervor, die stark toxisch auf Nervenzellen wirken. Lewy-Körperchen finden sich in Dopamin-produzierenden Nervenzellen jener Gehirnregion, die für motorische Fähigkeiten zuständig ist, sowie in Hirnregionen, die mit dem Erinnerungsvermögen in Verbindung stehen. Daher wird ein Zusammenhang zwischen der Aggregat-Bildung und den in späteren Krankheitsstadien häufiger auftretenden kognitiven Defiziten bzw. Demenzen bei an Parkinson Erkrankten vermutet. Koffein bzw. möglicherweise nur Koffein plus EHT können zwar nicht die Bildung der ?-Synuklein-Oligomere verhindern, wohl aber deren „Verklebung“ und damit der Bildung schädlicher Proteinklumpen, der Lewy-Körperchen.

    Quelle:

    Run Yan et al.: Synergistic neuroprotection by coffee components eicosanoyl-5-hydroxytryptamide and caffeine in models of Parkinson's disease and DLB; PNAS December, 2018 115 (51) E12053-E12062; https://doi.org/10.1073/pnas.1813365115

  • Positiver Einfluss von Kaffee auf krankhafte Hautrötung?

    Eine Rosazea ist eine nicht ansteckende chronische Hauterkrankung, die vorwiegend im Gesicht auftritt. Alle Einflüsse, die die Blutgefäße der Haut erweitern und damit zu einer verstärkten Hautdurchblutung führen, gelten als mögliche Trigger der Rosazea. Dazu gehören neben Sonneneinstrahlung, scharfen Speisen und Alkohol auch heiße Getränke.

    Bei Kaffee könnte das allerdings genau anders herum sein: Möglicherweise senkt der Genuss des beliebten Heißgetränkes das Risiko für die krankhaften Hautrötungen. Darauf weist jedenfalls eine Ende 2018 erschienene Studie hin, für die Daten der Nurses' Health Study II analysiert worden waren.

    Mehr als 80.000 Krankenschwestern waren 2005 im Rahmen der prospektiven Kohortenstudie u. a. gefragt worden, ob bei ihnen jemals die Diagnose einer Rosazea gestellt wurde. Dies bejahten annähernd 5.000 Teilnehmerinnen.

    Amerikanische Forscher setzen nun die Diagnose zum Kaffeekonsum der Teilnehmerinnen in Beziehung. Dabei stellte sich heraus, dass Krankenschwestern, die vier oder mehr Tassen Kaffee am Tag tranken, seltener unter einer Rosazea litten als diejenigen, die nur sehr wenig oder keinen Kaffee tranken. Das Hazard Ratio betrug bei den Vieltrinkerinnen lediglich 0,77. Dieser positive Zusammenhang zeigte sich allerdings nur bei dem Konsum koffeinhaltigen Kaffees.

    Die Frage, ob der Assoziation eine Kausalität zugrunde liegt, konnten die Forscher mit ihrer Arbeit nicht beantworten. Doch stellten sie Überlegungen zu möglichen Wirkmechanismen an. So sei es denkbar, dass die gefäßverengende Wirkung des Koffeins die Entzündung in der Haut mindern könnte.

    Was ist eine Rosazea?
    Die Rosazea, auch als Gesichtsröte oder Couperose bezeichnet, ist eine häufige Hauterkrankungen bei Erwachsenen, die sehr belastend sein kann. Sie beginnt meist im mittleren Lebensalter und zeigt sich zunächst als vorübergehende, später als dauerhafte Hautrötung, nicht selten in Kombination mit Papeln und Pusteln. Durch Bindegewebs- und Talgdrüsenvergrößerungen kann es, vor allem bei Männern, zu Hautverdickungen kommen.

    Quellen

    1. Li, S. et al.: Association of Caffeine Intake and Caffeinated Coffee Consumption With Risk of Incident Rosacea in Women; JAMA Dermatol. 2018;154(12):1394-1400. doi:10.1001/jamadermatol.2018.3301
    2. Deutsches Ärzteblatt online von 22.10.2018: Kaffee könnte vor Rosazea schützen
  • Stillen und Kaffeetrinken: Wie wirkt sich das auf die Kinder aus?

    Auch stillende Mütter möchten auf den Genuss des Muntermachers oft nicht verzichten. Eine berechtigte Frage ist aber, wie sich Koffein, das auch in die Muttermilch übergeht, auf Säuglinge auswirkt.

    Dazu gibt es bereits Untersuchungen. Diese haben Wissenschaftler nun erstmals in einer systematischen Übersichtsarbeit im Hinblick auf Auswirkungen des mütterlichen Koffeinkonsums auf Stillkinder untersucht (1).

    Von allen gesichteten Studien erfüllten nur fünf die Anforderungen der Autoren und konnten somit in die Untersuchung einbezogen werden: zwei prospektive Kohorten-Studien, zwei Cross-over-Studien und eine Einzel-Fallstudie.

    In den Untersuchungen (aber nicht in jeder einzelnen) wurden Schlafverhalten, 24-Stunden-Herzrate, Weinen, nächtliches Aufwachen, Kolik und eine Verschlechterung bei bestehender atopischer Dermatitis unter die Lupe genommen.

    Zu eindeutigen Aussagen kamen die britischen Wissenschaftler in dem Review nun allerdings nicht. Das lag den Forscher zu Folge an dem Mangel qualitativ hochwertiger Studien sowie an der fehlenden Belastbarkeit der Ergebnisse.

    Die Europäische Behörde für Lebensmittel­sicherheit (EFSA) hingegen kam in einem aufwendigen, im Mai 2015 veröffentlichten Gutachten zur Sicherheitsbewertung von Koffein zu dem Schluss, dass der Konsum von bis zu 200 mg Koffein am Tag während der Stillzeit unbedenklich ist. Das heißt, dass von einem Genuss von zwei Tassen Kaffee zu je 150 ml während der Stillzeit keine negativen Wirkungen zu erwarten sind (2).

    Hintergrund

    Koffein geht in die Muttermilch über. Da beim Säugling – wie auch beim Embryo – die Leber noch nicht voll entwickelt ist, benötigt der Körper zum Abbau des Koffeins deutlich mehr Zeit als bei erwachsenen Menschen. Stillende sollten daher koffeinhaltige Getränke wie Kaffee nur in Maßen genießen. Bislang ist man sich allerdings noch nicht einig darüber, wie viel Koffein über die Muttermilch letztlich beim Kind ankommt.

    Frauen, die einen möglichen Einfluss des Koffeins auf den Säugling mindern möchten, sollten ihre Tasse Kaffee direkt nach dem Stillen genießen. Denn dies verlängert den Zeitabstand zwischen Koffeinaufnahme und dem erneuten Stillen, was die Koffeinmenge in der Brustmilch reduzieren könnte (3).

    Quellen:

    1. McCreedy, Aimeea et al: Effects of maternal caffeine consumption on the breastfed child: a systematic review; Swiss Med Wkly,148:w14665, 2018.
    2. Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA), Meldung vom 27. Mai 2015: EFSA erklärt Risikobewertung: Koffein; abrufbar unter www.efsa.europa.eu/de/corporate/pub/efsaexplainscaffeine150527.htm
    3. Calvaresi, V. et al.: Transfer of Nicotine, Cotinine and Caffeine Into Breast Milk in a Smoker Mother Consuming Caffeinated Drinks. J Anal Toxicol, 40(6):473–7, 2016.
  • Weltdiabetes-Tag am 14. November

    Diabetes ist ein wichtiges Thema, dem die Vereinten Nationen einen offiziellen Tag gewidmet haben, den Weltdiabetestag, der immer am 14. November begangen wird. Die Volkskrankheit ist zu einer großen Herausforderung für die Gesundheit und die Gesundheitssysteme geworden.

    In Deutschland sind dem Robert Koch-Institut zufolge rund 6,7 Millionen Menschen an Diabetes mellitus erkrankt.

    Zum Glück ist niemand dem Typ-2-Diabetes und dessen Folgen schicksalhaft ausgeliefert. In jeder Phase der Krankheitsentwicklung gibt es Chancen der Prävention. Hierzu gehören erstens die Vermeidung der Entstehung eines Typ-2-Diabetes durch Primärprävention, zweitens die frühzeitige Erkennung und Behandlung bei besonders gefährdeten Menschen mit einem erhöhten Diabetes-Risiko, also die Sekundärprävention, sowie drittens die optimale Behandlung eines bereits eingetretenen Diabetes und dessen Komplikationen und Folgeerkrankungen, die Tertiärprävention.

    Apropos Primärprävention: Seit vielen Jahren untersuchen Forscher die Wirkung von Kaffee auf das Diabetesrisiko. Es gibt mittlerweile zahlreiche Hinweise auf einen inversen Zusammenhang zwischen dem Konsum von Kaffee und dem Auftreten von Typ-2-Diabetes. Experimentelle Studien zeigen auch mögliche Wirkmechanismen auf. Bis dato ist jedoch nicht geklärt, ob es sich um einen ursächlichen Zusammenhang handelt oder nicht.

    Daher finden sich in Leitlinien zur Prävention und Behandlung von Diabetes bislang keine Hinweise auf das Getränk. Experten verweisen auf evidenzbasierte Maßnahmen wie eine Gewichtsreduktion, einen verantwortungsvollen Umgang mit zuckerreichen Lebensmitteln, körperliche Bewegung und die ausreichende Aufnahme von Ballaststoffen.

    Wer aber Kaffee mag, kann ihn im Hinblick auf Diabetes unbesorgt genießen – und vielleicht sogar einen positiven Effekt erzielen!

    Über Diabetes und die Möglichkeiten, das Erkrankungsrisiko zu reduzieren, hat der Diabetologe Prof. Stephan Martin, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat „Kaffee & Gesundheit" im Deutschen Grünen Kreuz e. V., ein Hörfunk-Interview gegeben. Beitrag anhören

  • Koffein und Nierensteine: Risiko oder Benefit?

    Nierensteine sind ein zunehmendes Problem in der Bevölkerung. Kommt es zu einem Harnstau drohen quälende Schmerzen und eine gefährliche Nierenkolik. Vorbeugenden Maßnahmen, wie eine ausreichende Trinkmenge, kommen eine hohe Bedeutung zu.

    Da Koffein ein weitverbreiteter Bestandteil verschiedener Getränke ist und frühere Studien widersprüchliche Ergebnisse des Muntermachers in Bezug auf das Nierensteinrisiko lieferten, haben zwei thailändische Forscher den Einfluss von Koffein auf das Steinrisiko in einem Review untersucht.

    Drei große Kohortenstudien, so die Autoren der Übersichtsarbeit, legen einen präventiven Effekt von Koffein nahe. Eine aktuelle in-vitro-Studie konnte zudem einen Mechanismus aufzeigen, der dabei eine Rolle spielen könnte: Koffein würde demnach die Adhäsion von Kalziumoxalat-Kristallen am Epithel der Nierentubuli reduzieren und somit einer Steinbildung entgegenwirken.

    Allerdings: Auch koffeinfreier Kaffee war in einigen Studien mit einem niedrigeren Risiko für das Vorkommen von Nierensteinen assoziiert. Möglicherweise, so die Forscher, spielen dabei also doch andere bioaktive Substanzen als Koffein eine Rolle.

    Die Häufigkeit der Harnsteinerkrankung hat in den vergangenen Jahren in den westlich geprägten Industrienationen deutlich zugenommen. Auch immer mehr Deutsche leiden an Harnsteinen: Die Zahl der Neuerkrankungen hat sich innerhalb der letzten zehn Jahre verdreifacht. Heute ist fast jeder 20. Bundesbürger einmal oder mehrfach im Leben betroffen. Etwa 1,2 Millionen Patienten müssen jährlich wegen dieser Erkrankung behandelt werden.

    Eine Ursache der ansteigenden Häufigkeit der Harnsteinerkrankung wird in der zunehmenden Übergewichtigkeit der Bevölkerung gesehen, die gleichzeitig auch zu einer Zunahme der Blutzuckerkrankheit, des Bluthochdrucks und zu Fettstoffwechselstörungen führt (metabolisches Syndrom).

    Zwar lassen sich heutzutage Nierensteine auf verschiedene Art entfernen, aber bei rund 50 Prozent der Harnstein-Patienten kommt es ohne geeignete vorbeugende Maßnahmen zu einer erneuten Harnsteinbildung.

    Zur Prävention von Harnwegsteinen wird eine ausgewogene Ernährung, Abbau von Übergewicht, körperliche Bewegung und regelmäßiges, ausreichendes Trinken empfohlen.

     

    Quellen

    1. Paleerath Peerapen and Visith Thongboonkerd: Caffeine in Kidney Stone Disease: Risk or Benefit? Adv Nutr 2018;9:419–424.
    2. Deutsche Gesellschaft für Urologie e.V. und Berufsverband der Deutschen Urologen e.V. (Herausgeber) - Urologenportal.de: "Patienteninformation Harnsteine"

  • Herzkranzgefäße: Kaffeegenuss könnte Verkalkung verringern

    Forscher fanden Anhaltspunkte dafür, dass ausgiebiger Kaffeekonsum die Verkalkung der Herzkranzgefäße verringern könnte. Sie gilt als Marker für subklinische Atherosklerose.

    In ihrer Studie ging es brasilianischen Forschern um mögliche Beziehungen zwischen dem Genuss des belebenden Getränks und subklinischen atherosklerotischen Gefäßveränderungen. Untersucht wurde dies anhand von graduellen Koronarverkalkungen, die per Computertomografie (CT) erfasst wurden.

    Dazu wurden Daten von Teilnehmern der epidemiologischen Studie ELSA-Brasil (Brazilian Longitudinal Study of Adult Health) herangezogen. Bei mehr als 4.400 Teilnehmern dieser Studie im mittleren Alter von 50 Jahren war zu Beginn der koronare Kalkgehalt mittels CT gemessen worden. Per Fragebogen wurden bei diesen Personen zudem Informationen zum individuellen täglichen Kaffeekonsum eingeholt.

    Bei fast 10 Prozent der Untersuchten wurden als relevant erachtete subklinische Koronarkalzifizierungen gefunden. Dabei zeigte sich jedoch: Kaffeetrinker hatten ein niedrigeres Risiko für einen höheren Koronarkalkgehalt als Personen, die keinen  Kaffee tranken (Odds Ratio [OR] 0,85 für 1 Tasse oder weniger/Tag ; OR 0,73 für 1 bis 3 Tassen/Tag; OR 0,33 für mehr als 3 Tassen/Tag).

    Der positive Zusammenhang zeigte sich allerdings nur bei Nichtrauchern. Als die Forscher die Daten um den Faktor Rauchen bereinigten, zeigte die Analyse, dass der Konsum von drei oder mehr Tassen Kaffee pro Tag bei Nicht-Rauchern mit einem signifikant um 63 Prozent niedrigeren Risiko für einen Koronarkalkscore von 100 oder mehr als Maß für atherosklerotische Koronarveränderungen (Agatston-Score) assoziiert war. Dagegen war ein entsprechender Zusammenhang bei kaffeetrinkenden Rauchern und Ex-Rauchern nicht nachweisbar.

    Quellen

    1. Mirinda A.M. et al.: Coffee Consumption and Coronary Artery Calcium Score: Cross-Sectional Results of ELSA-Brasil (Brazilian Longitudinal Study of Adult Health). J Am Heart Assoc. 2018 Mar 24;7(7). pii: e007155. doi: 10.1161/JAHA.117.007155.
    2. Kardiologie.org (Informations- und Wissensportal für Ärzte mit internistischem und kardiologischem Schwerpunkt), Meldung vom  26.7.2018: Neues aus der epidemiologischen Kaffee-Forschung - Hilft Kaffeetrinken gegen Koronarverkalkung?
  • Herzgesunde Ernährung – Kaffee gehört dazu!

    Wie soll man sich eigentlich herzgesund ernähren? Es gibt viele Ernährungsformen und Ratschläge, nicht alle haben Hand und Fuß. Amerikanische Experten haben nun das Wissen über Ernährungs-Trends und einzelne Lebensmittel genau geprüft und einen Leitfaden für Ärzte erstellt.

    Auch die Literatur zu Kaffee wurde gesichtet. Das Heißgetränk hat seinen schlechten Ruf verloren, so die Meinung der Experten.

    Glaubte man früher, dass Kaffee Bluthochdruck verursachen könnte, spricht man dem Muntermacher heute eher eine positive Wirkung auf das Herz-Kreislauf-Risiko zu. In Studien habe sich kein Zusammenhang zwischen Kaffee und der Entwicklung einer Hypertonie nachweisen lassen. Auch muss man nicht befürchten, wegen Kaffee Rhythmusstörungen oder erhöhte Cholesterinwerte zu entwickeln.
    Zudem scheinen die im Kaffee enthaltenen Polyphenole tendenziell einen positiven Einfluss auf den Glukosestoffwechsel und die Insulinsensitivität zu haben.

    „Moderater gewohnheitsmäßiger Kaffeekonsum reduziert das Risiko für Schlaganfall, Diabetes, für Erkrankungen des Verdauungssystems und das Risiko für einen verfrühten Tod“, lautet das Fazit der Experten. Kaffeetrinker hätten zudem weniger Verdauungsstörungen.

    Auch für Patienten, die bereits an einer kardiovaskulären Erkrankung leiden, ist Kaffee in Maßen unbedenklich.

    Der klinische Leitfaden ist im Internet einsehbar.

    Weitere Tipps der Experten

    • Milchprodukte
      Es wird geraten, den Konsum fettreicher Milchprodukte einzuschränken. Sie sind in den USA eine Hauptquelle für gesättigte Fettsäuren und Salz. Auf Milchprodukte zu verzichten ist allerdings nicht richtig, man solle auf fettreduzierte Erzeugnisse zurückgreifen.

    • Zucker
      Immer mehr Studien belegen einen kausalen Zusammenhang zwischen überhöhtem Zuckerkonsum und der Entstehung von koronaren Herzerkrankungen und Schlaganfällen. Die Experten empfehlen daher ganz klar, nur wenig Zucker zu konsumieren. Ganz besonders kritisch sehen die Experten den Konsum von Softdrinks. Auf derart gesüßte Getränke sollte man möglichst verzichten.

    • Hülsenfrüchte
      Überzeugend ist nach Ansicht der Experten der positive kardiovaskuläre Effekt von Hülsenfrüchten. Die ballaststoff- und proteinreichen Bohnen, Linsen oder Kichererbsen sollten Bestandteil einer jeglichen Diät sein, die auf eine herzgesunde Gesundheit abzielt.

    • Omega-3-Fettsäuren
      Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren scheinen die Herzgesundheit zu fördern, egal ob sie über Pflanzen wie Walnüsse, Lein-, Soja-, oder Canolaöl oder über Fisch bzw. Meerestiere aufgenommen werden.

    Quellen:

    1. Freeman, A. M. et al.: A Clinician’s Guide for Trending Cardiovascular Nutrition Controversies Part II; Journal of the American College of Cardiology, Vol. 72/5; 2018.
    2. Ärzte Zeitung online, 06.08.2018: Diät-Tipps – Welches Essen tut denn nun dem Herzen gut?
  • Kaffeetrinker leben länger - unabhängig von den Genen

    Unabhängig von Genen des Koffeinstoffwechsels sank mit zunehmendem Kaffeekonsum die Sterberate der Teilnehmer im Verlauf einer Großstudie – auch bei mehr als sieben Tassen pro Tag gab es keine negativen Effekte.

    Mehrere internationale Studien haben bereits gezeigt, dass mit steigendem Kaffeekonsum das Risiko sinkt, im jeweiligen Untersuchungszeitraum zu sterben. Der statistische Zusammenhang ist zwar kein Beweis, deutet aber darauf hin, dass Inhaltsstoffe des Kaffees eine gesundheitsfördernde Wirkung haben könnten.

    Unklar war bisher, ob ein starker Kaffeekonsum für Menschen, die aufgrund genetischer Merkmale Koffein nur sehr langsam abbauen, weniger gesund sein könnte, als für die Menschen, die Koffein schnell abbauen. Eine amerikanische Studie kommt nun zu dem Schluss, dass solche genetischen Unterschiede keinen Einfluss auf mögliche positive Wirkungen des Kaffees haben.

    Die Forscher nutzten Daten von einer halben Million Menschen aus einer britischen Biodatenbank. Durch DNA-Analysen ermittelten die Wissenschaftler für jeden Einzelnen, welche Varianten von vier für den Koffeinabbau relevanten Genen im Erbgut vorlagen. Im Verlauf von zehn Jahren gab es etwas mehr als 14.000 Todesfälle.

    Bei der Analyse ergab sich ein enger Zusammenhang zwischen der Höhe des Kaffeekonsums und der Sterbewahrscheinlichkeit: Im Vergleich zu denen, die gar keinen Kaffee tranken, sank das Gesamtsterberisiko bei einem Kaffeekonsum von zwei bis drei Tassen täglich um 12 Prozent und bei mehr als fünf Tassen pro Tag um bis zu 16 Prozent. Die Genaustattung hatte keinen Einfluss auf den Zusammenahng: Sowohl bei schnellen als auch bei langsamen Koffeinabbauern sank die Sterberate mit zunehmendem Kaffeekonsum.

    „Unsere Ergebnisse liefern weitere Hinweise darauf, dass Kaffeetrinken Teil einer gesunden Ernährung sein kann“, schreiben die Mediziner um Erikka Loftfield vom National Cancer Institute in Rockville. Sie schränken aber ein, dass auch durch die neuen Resultate noch keine Ursache-Wirkung-Beziehung nachgewiesen ist.

    Wenn es einen ursächlichen Zusammenhang – also einen Schutzeffekt von Kaffee – gibt, könnte dieser auf unterschiedlichen Wirkungen beruhen: gedämpfte Entzündungen, erhöhte Insulinempfindlichkeit sowie positive Effekte auf Leberenzyme oder Blutgefäße.

    Festzuhalten ist, dass die Studie keine Hinweise auf negative Auswirkungen ergeben hat. Kaffeetrinker könnten also beruhigt sein, so die Forscher, und ihr Getränk genießen.

    Quellen:

    1. Wissenschaft aktuell vom 3.Juli 2018: Großstudie bestätigt: Kaffeetrinker leben länger – Ursache ungeklärt; www.wissenschaft-aktuell.de
    2. Erikka Loftfield et al.: Association of Coffee Drinking With Mortality by Genetic Variation in Caffeine Metabolism; JAMA Internal Medicine, DOI: 10.1001/jamainternmed.2018.2425
  • Wachmacher: Kaffee beflügelt das Team

    Eine Tasse Kaffee gleich zu Beginn einer Besprechung sollte nicht fehlen. Denn mit Koffein im Blut zeigen sich die Teilnehmer möglicherweise nicht nur wacher, sondern auch produktiver und aufgeschlossener. Dies jedenfalls legt eine aktuelle Studie nahe.

    Eine Tasse Kaffee gleich zu Beginn einer Besprechung sollte nicht fehlen. Denn mit Koffein im Blut zeigen sich die Teilnehmer möglicherweise nicht nur wacher, sondern auch produktiver und aufgeschlossener. Dies jedenfalls legt eine aktuelle Studie nahe.

    Die amerikanische Marketingforscherin Vasu Unnava und ihre Kollegen ließen Studierende in Fünfergruppen über kontroverse Themen debattieren. Wer vorher einen Kaffee bekam, beteiligte sich mehr an der Diskussion und blieb auch mehr beim Thema. Die mit Koffein versorgten Versuchspersonen fanden ihre Gruppe außerdem produktiver und wollten lieber erneut zusammenarbeiten. Dahinter vermutet die Forscherin den wachmachenden Einfluss von Koffein. Denn wer sich auch ohne Koffeinschub wach fühlte, beurteilte die Diskussion in der Gruppe ebenfalls positiver.

    Diese Erkenntnisse können genutzt werden: Wer ein neues Team zusammenbringt oder eine Besprechung organisiert, sollte den Kaffee dabei nicht vergessen.

    Quellen:

    1. Spekturm der Wissenschaft: Wachmacher Kaffee beflügelt das Team: Pressemitteilung vom 13.6.2018 unter www.spektrum.de
    2. Unnava V et al.: Coffee with co-workers: role of caffeine on evaluations of the self and others in group settings; Journal of Psychopharmacology, 2018; 1-6

     

     

  • Risiko für Rheumatoide Arthritis und Kaffeekonsum

    Amerikanische Wissenschaftler wollten wissen, ob der Konsum von Tee oder Kaffee mit einem erhöhten Risiko für eine in fortgeschrittenem Lebensalter auftauchende Rheumatoide Arthritis (RA) sein könnte. Die Studienlage dazu ist bisher uneinheitlich.

    Um mögliche Assoziationen zu finden, analysierten die Forscher Daten der Women's Health Initiative Observational Study, einer prospektiven Kohortenstudie aus den 90-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts.

    Fast 77.000 Frauen hatten in einem Fragebogen Aussagen über ihren Tee- und Kaffeekonsum getroffen. 185 Frauen erkrankten in den folgenden drei Jahren an RA. Doch einen Zusammenhang zum Genuss von Kaffee konnten die Forscher nicht finden.

    „Unsere Analysen zeigen keinerlei Zusammenhang zwischen der Kaffeeaufnahme und einer Rheumatoiden Arthritis bei postmenopausalen Frauen“, resümieren die Wissenschaftler. Mehr noch: Das Risiko bleibe ungeachtet der Zubereitungsart und der Menge des Konsums unverändert.

    Quelle:
    Lamichhane , Diman et al.: Coffee and Tea Consumption in Relation to Risk of Rheumatoid Arthritis in the Women's Health Initiative Observational Cohort; J Clin Rheumatol 2018;00: 00–00